| Der Alemannenhof | |
| vor 800 | Der Alemanne Wiedo siedelt sich an. |
| 889 | Erste urkundliche Erwähnung von Wiedikon: Perchtelo vermacht einen Teil seines Besitzes an das Stift Felix und Regula in Zürich. |
| 1210/18 | Zweite urkundliche Erwähnung von Wiedikon in einem Zehntenbeschrieb der Kirche St. Peter. |
| Der Reichshof | |
| 1259 | Ritter Jakob Mülner verkauft den zum Reichshof Wiedikon gehörenden Talacker an das Kloster Selnau. Erste Angabe über die Rechtsverhältnisse in Wiedikon: Als kaiserliches Gut ist der Hof den Freiherren von Eschenbach-Schnabelburg zur Leihe gegeben. Sie sind als Vögte die Inhaber der hohen und der niederen Gerichtsbarkeit. |
| vor 1429 | Die "Offnung" von Wiedikon wird aufgeschrieben. Es handelt sich offenbar um eine Revision der bisherigen Offnung mit Anpassung an die neuen Rechtsverhältnisse. |
| 1442/43 | Wiedikon erscheint erstmals in einem Rodel über die militärische Macht Zürichs. Es hat 4 Armbrustschützen und 12 Mann mit Hellebarden zu stellen. |
| 1443 | Auf Wiediker Boden wird die Schlacht bei St. Jakob an der Sihl ausgetragen. |
| 1463 | Aesch wird der Vogtei Wiedikon angeschlossen. |
| 1488 | Wiedikon und Aesch haben 10 Gulden an den Ausbau der Grossmünstertürme zu zahlen. |
| Die innere Vogtei von Zürich | |
| 1504 | Das grosse Eidgenössische Freischiessen wird auf dem Sihlfeld abgehalten. Wetzel von Wiedikon gewinnt den 4. Preis von 35 Gulden. Rudi Zerlinden erscheint als erster urkundlich nachweisbarer Untervogt von Wiedikon. |
| 1527 | Zürich übernimmt vom Grossmünsterstift die Vogtei Albisrieden und schliesst diese mit Wiedikon zusammen. |
| 1531 | Aus Wiedikon und Enge werden 6 Männer gemeldet, die in der Schlacht bei Kappel gefallen sind. |
| 1599 | Die Bürger von Wiedikon richten mit solchen aus Enge und Albisrieden und den Stadtquartieren herwärts der Limmat zusammen eine Eingabe an den Rat. Sie erbitten eine zweite deutsche Schule. |
| 1620 | Die Gemeinde Wiedikon kauft mit Erlaubnis des Rates von Zürich das Haus Heinrich Kellers, um fortan darin Gericht und Schule zu halten (heute "Falken"). |
| 1637 | Das älteste Bevölkerungsverzeichnis von Wiedikon umfasst etwa 440 Einwohner. |
| 1667 | Auf der zweiten Ausgabe von Gygers Kantonskarte erscheint zum ersten Mal der Reichsapfel als Wappen von Wiedikon. |
| 1674 | Im Meyerschen Wappenbuch wird das Gemeindewappen mit dem Reichsapfel aufgenommen. |
| ca. 1720 | Bau des ersten Bet- und Schulhauses an der heutigen Zweierstrasse, das alte Schul- und Gerichtshaus wird Gesellenhaus. |
| 1731 | Im Gesellenhaus wird eine Schildtafel mit den Wappen der Bürger gegründet. |
| 1752 | Das alte Schul- und Gerichtshaus wird als Gesellenhaus erweitert. |
| 1756 | Am Gesellenhaus wird ein Schild mit dem Wappen des Reichsapfels angebracht. |
| 1764 | Hans Jakob Bachmann, Säckelmeister, errichtet den jetzt vor dem Bethaus stehenden Brunnen |
| 1787 | Aussersihl wird von Wiedikon abgetrennt und zur eigenen Vogtei unter den gleichen Obervögten wie Wiedikon-Albisrieden. |
| 1799 | Wiedikon wird eine selbständige Gemeinde. |
| Selbständige Gemeinde | |
| 1803 | Ein erster Gemeinderat wird gewählt und vereidigt. Erster Gemeindepräsident: Konrad Hausheer. |
| 1806 | Die Einbürgerung wird gesetzlich geregelt. |
| 1812 | Die Brandversicherung wird eingeführt, alle Häuser bekommen ihre Assekuranznummern. Wiedikon hat 59 Häuser. |
| 1815 | Die alten Stroffelweidzinsen (Abgaben für eingehegtes Gemeindeland) werden abgelöst. |
| 1817/18 | Ingenieur Dietzinger erstellt einen genauen Plan der Gemeinde. |
| 1818 | Gemeindebeschluss: Die sechs ältesten Gemeindebürger werden von der Pflicht zu Frondiensten befreit. |
| 1823 | Gründung des Gemischten Chores. Wiedikon besitzt 1 Taverne und 4 Weinschenken. |
| 1830 | Eine Nachtwächterordnung wird beschlossen. |
| 1831 | Es wird eine Schulpflege gegründet. Gründung des Männerchores. |
| 1834 | Die Einrichtung einer Metzgerei im Gesellenhaus wird bewilligt. Gründung der Papierfabrik an der Sihl auf dem alten "Moosgut", erste Industrieniederlassung in Wiedikon. |
| 1836 | Der spätere Bundespräsident Jonas Furrer wird aus dem Wahlkreis Wiedikon in den Grossrat gewählt. |
| 1840 | Wiedikon hat 1 Taverne und 11 Weinschenken. |
| 1842 | Das Gesellenhaus wird renoviert und erhält den aus Gelegenheitskauf stammenden "Falken"-Schild. |
| 1847 | Bau der Birmensdorferstrasse. |
| 1848 | Die Bundesverfassung wird einstimmig angenommen (wie in 40 anderen Gemeinden). |
| 1849 | Neues Schützenhaus im Sihlhölzli. |
| 1852 | Friesenberg, Döltschi, Au, Halde, Binz und Giesshübel, die 1787 bei der Abtrennung von Aussersihl diesem zugeteilt worden waren, kommen an Wiedikon zurück. |
| 1859 | Gründung einer Schützengesellschaft. |
| 1861 | Gründung des Frauenhülfsvereins. |
| 1870 | Wiedikon hat 2848 Einwohner. |
| 1874 | Gründung des Turnvereins. |
| 1875 | Einweihung der Üetlibergbahn. Einweihung der linksufrigen Zürichseebahn, die Wiedikon, welches noch keinen Bahnhof hat, durchfährt. |
| 1876 | Letzte grosse Überschwemmung an der Sihl. |
| 1878 | Gründung eines landwirtschaftlichen Vereins. Beginn der Sihlkorrektion. |
| 1880 | Die Gemeinde verkauft den "Falken". |
| 1881 | Bau des alten Bahnhofes Wiedikon. |
| 1892 | Letzter Bürgertrunk. Erste Anfänge einer Gemeindekrankenpflege. Stadtvereinigung : Wiedikon stimmt mit 1113 Ja gegen 22 Nein zu. Es gibt seine Selbständigkeit, die es 1799 erhalten hatte, auf. |
| Stadtquartier | |
| 1894 | Wiedikon hat 8925 Einwohner. Bau der Wiedingstrasse und Entdeckung eines Kelten-und Alemannenfriedhofes. |
| 1896 | Einweihung der Kirche auf dem Bühl. |
| 1897 | Gründung der Zunft zu Wiedikon. |
| 1898 | Das erste Tram kommt nach Wiedikon. |
| 1899 | Abbruch des Kehlhofes. |
| 1917 | Gründung des Quartiervereines |
| 1922 | Gründung des Vereinskartells. |
| 1957 | Das achte Hochhaus in Wiedikon entsteht. |
| 1958 | Eröffnung SBG: Erster Autoschalter in der Schweiz. |
| 1974 | 300 Jahre Wappen von Wiedikon. |
| 1983 | Wiedikon hat 13676 Einwohner. |
